In der südlichen Innenstadt von Ashkelon ist heute Morgen eine Grad-Rakete niedergegangen, die von palästinensischen Terroristen aus dem Gaza-Streifen abgefeuert worden war. Zwei Menschen erlitten dabei einen Schock. Außerdem  wurden zwei leer stehende Stockwerke eines Wohnblocks, mehrere Fahrzeuge und ein Gehsteig beschädigt, und unzählige Fensterscheiben gingen zu Bruch.

„Wir hörten die Sirene und rannten in den Schutzraum“, berichtet Dudi Ben-Shlush, der im vierten Stock des von der Rakete getroffenen Gebäudes wohnt. „Wir hörten die laute Explosion erst, nachdem wir hinausgegangen waren. Das gesamte Gebäude erbebte, und die Rollläden wurden beschädigt. Wir gingen hinunter und sahen, dass unsere beiden Autos beschädigt und ihre Fensterscheiben zerschmettert waren. Es war sehr beängstigend; wir dachten, dass ganze Gebäude würde zusammenstürzen.“

Ashkelons Bürgermeister Benny Vaknin sprach von einem „sehr ernsten Vorfall, dem schlimmsten seit der Operation gegossenes Blei“. „Es besteht kein Zweifel, dass solch ein Einschlag innerhalb der Stadt eine Eskalation darstellt.“

Bereits am Samstag waren vier Raketen und zwei Mörsergranaten aus dem Gaza-Streifen im Süden Israels niedergegangen.

(Yedioth Ahronot, 30.07.10)

Zu alltäglich ist dieses Vorkommnis, als dass die deutsche oder internationale Presse davon Kenntnis nähme. Schließlich ist ja keiner zu Schaden gekommen. Dabei bleibt ausser Acht, dass die Kinder von Mahlsdorf auch nicht unbeschwert aufwachsen würden, wenn ihr Bezirk regelmässig mit Raketen jenseits der polnischen Grenze beschossen würden.

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