Das bizarre Schauspiel, das sich nach dem ersten Wahlgang vor den TV-Kameras vollzieht, ist Grund des Ekels vor der Parteiendemokratie. Das Taktieren und Geschacher, das Lavieren und das Schuldzuweisen, der offensichtliche Spass aus dem vermeintlichen Punktgewinn und die vorgetragenen Schadensbegrenzungen sind ein entscheidender Grund, endlich die Direktwahl des Präsidenten und die Personenwahl in die Parlamente einzuführen. Das wurde insbesondere beim Interview von Sigmar Gabriel deutlich, der die Abweichler von CDU und FDP mit einem vergifteten Lob bedachte. Wulff und Merkel würden Größe zeigen, wenn sie vor dem dritten Wahlgang zurück zogen. Auch wenn das im Parteitaktiererdeutsch allenfalls als Frontbegradigung übersetzt würde.

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