Das bizarre Schauspiel, das sich nach dem ersten Wahlgang vor den TV-Kameras vollzieht, ist Grund des Ekels vor der Parteiendemokratie. Das Taktieren und Geschacher, das Lavieren und das Schuldzuweisen, der offensichtliche Spass aus dem vermeintlichen Punktgewinn und die vorgetragenen Schadensbegrenzungen sind ein entscheidender Grund, endlich die Direktwahl des Präsidenten und die Personenwahl in die Parlamente einzuführen. Das wurde insbesondere beim Interview von Sigmar Gabriel deutlich, der die Abweichler von CDU und FDP mit einem vergifteten Lob bedachte. Wulff und Merkel würden Größe zeigen, wenn sie vor dem dritten Wahlgang zurück zogen. Auch wenn das im Parteitaktiererdeutsch allenfalls als Frontbegradigung übersetzt würde.
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2 comments
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30. June 2010 at 14:34
christianhannover
aber aber, die bürger werden doch hervorragend durch die weltklasse schauspielerin martina gedeck, den acapella-gutmenschen sebastian krumbiegel und herrn furtwängler… äh burda repräsentiert. das ganze ist ein schlechter witz!
30. June 2010 at 14:56
christianhannover
die drei namen waren natürlich nur der anfang:
http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-56552.html
bei dieser auflistung und der tatsache, dass diese figuren das staatsoberhaupt wählen, während ottonormalverbraucher das spektakel am radio bewundern darf, rollen sich einem die fußnägel auf.
schön auch: frau hamm-brücher krächzt mit brüchiger stimme kluge thesen über die “entfremdung zwischen bürger und demokratie” ins mikro. wie wäre es endlich mit einer direktwahl, oma hilde?