Joachim Gauck ist der eindeutig bessere Kandidat für das Amt des Bundespräsidenten. Er ist einer der wenigen, die sich augenscheinlich noch daran erinnern können, dass das meiste doch schlecht war in der DDR. Und dass Freiheit das höchste Gut ist – nicht etwa Demokratie oder Gleichheit. Das hat er dem Sozialdemokraten mit CDU-Parteibuch Christian Wulff voraus. Dass Gauck sich zum Gegenstand geschickt-schmieriger Taktiererei von Sigmar Gabriel und Jürgen Trittin macht, ehrt ihn allerdings nicht.

Wulff kann dabei nur gewinnen. Er kann auch in 10 Jahren noch Buprä werden. Gauck nicht, der wäre dann 80. Die Union würde den taktischen Sieg der Opposition negieren. Und an der Spitze der Bewegung stünde ein Mann, der schon mal einen deutschen Staat untergehen sah. Die Erfahrung kann nur helfen.

Es bleibt dabei. Die repräsentative Demokratie hat abgewirtschaftet. Aber, wie weiland Otto Graf Lambsdorff einst sagte: Wer den Teich trocken legen will, sollte nicht die Frösche fragen.

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