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Ich streite mich lieber leidenschaftlich mit Volid, einem Vertreter der Palästinenser in Berlin oder mit Conchita von einer Initiative gegen Rassismus über den Nahostkonflikt als mich der Kälte deutscher Antiimperialisten auszusetzen. Diese weisen uns Angehörigen einer Minderheit in Deutschland einen Platz weiter oben beziehungsweise unten auf der Prioritätenliste der Menschenrechte zu – wie einst ihre Großeltern, als die sich noch Herrenmenschen nannten.

Anetta Kahane redet in der Berliner Zeitung Klartext.

Morgen jährt sich die Ermordung von Marwa Ali El-Sherbini, die in einem Dresdner Gerichtsgebäude vor den Augen ihres kleinen Sohnes und ihres Mannes niedergestochen wurde. Zum Politikum wurde der Fall, weil die deutsche Presse, einschließlich aller linksgepolten Leitmedien, es tage- und in einige Fällen sogar wochenlang nicht für nötig befunden hatte, über den Fall und seinen rassistischen Hintergrund zu berichten. Führende Politiker äußerten sich erst, als Deutschland in Teilen der muslimischen Welt massive (natürlich auch inszenierte) Empörung entgegen schlug. Die deutsche Mehrheitsgesellschaft verhielt sich im Fall El-Sherbinis so, wie sie es meistens tut, wenn sie mit Menschenverachtung made in Germany konfrontiert wird:

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Das bizarre Schauspiel, das sich nach dem ersten Wahlgang vor den TV-Kameras vollzieht, ist Grund des Ekels vor der Parteiendemokratie. Das Taktieren und Geschacher, das Lavieren und das Schuldzuweisen, der offensichtliche Spass aus dem vermeintlichen Punktgewinn und die vorgetragenen Schadensbegrenzungen sind ein entscheidender Grund, endlich die Direktwahl des Präsidenten und die Personenwahl in die Parlamente einzuführen. Das wurde insbesondere beim Interview von Sigmar Gabriel deutlich, der die Abweichler von CDU und FDP mit einem vergifteten Lob bedachte. Wulff und Merkel würden Größe zeigen, wenn sie vor dem dritten Wahlgang zurück zogen. Auch wenn das im Parteitaktiererdeutsch allenfalls als Frontbegradigung übersetzt würde.

Die Blöd-Zeitung verkündet, die Bundeskanzlerin und der Bundespräsident in spe beabsichtigten, zum Viertelfinale in Südafrika aufzusuchen. Derweil müssen die von den Rating-Agenturen auf Ramsch zurückgestuften Griechen mal wieder ein paar Milliarden bei der EZB besorgen und die Euro-Geschäftsbanken müssen am Donnerstag Luft in Höhe von 440 Mrd.  € tauschen. Wie gut, dass die Bundesluftwaffe für die Flugbereitschaft Gerät für rund 1 Mrd.  € angeschafft hat. Und Flugzeuge, so hat der CDU-Fraktionsvorsitzende einst gesagt, Flugzeuge müssen ja auch fliegen. Der Trip vom Bundes-Wulff und Mutti kostet mindestens 160.000  €. Da kann der Baden-Württembergische Landtagspräsident bei üblichen 35% Behördenrabatt gleich zwei Porsche Panamera für den Gegenwert ordern. Read the rest of this entry »

Berlin gibt über 4.000 € für die Betreuung je Vorschulkind aus. In Bayern und Baden-Württemberg ist es die Hälfte. Bei den Ergebnissen der nationalen PISA-Studien schlägt sich dieser Kapitaleinsatz nicht nieder. In der neunten Klasse sind die Berliner Schüler nicht mal Durchschnitt. Insbesondere Haupt-, Real- und Gesamtschüler sind etwa bei der Lesefähigkeit auf dem unterirdischen Bremer Niveau, dass sich übrigens seit Jahrzehnten innovativer sozialdemokratischer Bildungsreformen erfreuen darf. Das lässt in jedem Fall zwei Schlüsse zu: Mehr vorschulische Betreuung ist alleine kein Indiz für bessere Bildung. Und mehr Geld einfach auch nicht. Read the rest of this entry »

Der amerikanische Supreme Court hat entschieden, dass die Verfassung es jedem Amerikaner erlaubt, eine Waffe zu besitzen. Einige Bürger aus Chicago hatten gegen die strikten Gesetze gegen den Waffenbesitz geklagt und nun tatsächlich Recht bekommen. Damit ist der Amerikakenner, Amerikahasser und überzeugte “linksliberale” Marc Pitzke nicht einverstanden und tut dies, den Traditionen europäischer Primitivlinge als Cowboygetue ab. Aber leider offenbart der Artikel ein Problemchen, dass der große Journalist Pitzke nicht erkannt hat oder erkennen wollte.

Der letzte Absatz seines Textes soll nochmal richtig auf die Tränendrüse drücken, macht aber alle Argumente zunichte, die Pitzke irgendwelchen mysteriösen “Kritikern” oder prominenten Linken in den Mund legte:

Chicagos Bürgermeister Richard Daley zeigte sich dagegen “enttäuscht”. Die Waffengewalt in der Drei-Millionen-Stadt ist den letzten Monaten so explodiert, dass dies sogar Rufe nach der US-Nationalgarde provozierte. Auch am Wochenende kam es wieder zu Dutzenden Schießereien. Zehn Menschen wurden getötet.

Moment! Das Resultat des strengeren Waffengesetzes von Chicago ist der Ruf nach der Nationalgarde, weil sich plötzlich alle gegenseitig abknallen? Herr Pitzke scheint zu glauben, dass es sich bei diesen schießwütigen Personen um all jene handelt, die diesen umfangreichen Bedingungen entsprechen und eine Waffe in ihrem Haus in einem gesicherten Behälter aufbewahren dürfen. Da der Anstieg der Schießereien aber lange nach der Einführung des strengeren Waffengesetzes begann, kann davon ausgegangen werden, dass hier illegale und nicht ordnungsgemäß registrierte Waffen zum Einsatz kamen.

Was diese Waffen mit der Entscheidung des Supreme Courts zu tun haben, kann aber nur jemand erklären, der sich hauptberuflich mit der Schmähung seines liebsten Feindbilds beschäftigt.

Das war wohl ein Freud’scher Verleser:

Hier der ganze Text.

In Gaza wurde wieder einmal ein Sommerlager für Kinder überfallen:

The assailants tied up an unarmed guard, then tried to set fire to two tents and a perimeter fence made from tarp-like material. Wielding knives, they slashed a plastic swimming pool, blow-up slide and other toys.

Das findet der lokale UNRWA-Chef John Ging “feige und verabscheuungswürdig”. Ohne Unschweife benennt er die wahren Schuldigen, die nur naive Beobachter der Situation in Gaza unter islamistischen Schlägern vermuten würden: Read the rest of this entry »

Wenn es nach uns ginge, gäbe es die Bundesmediensteuer (GEZ-Gebühr) nicht, aus der die ARD aus Dankbarkeit jetzt allabendlich eine “Talk-Show” genannte Präsentationsfläche für Parteipolitik produziert. Wenn wir dürften, wir würden wohl Joachim Gauck zum Bundespräsidenten wählen. Und wenn wir wüssten, wir wären für ein einfaches und gerechtes Steuersystem mit niedrigen Sätzen. Im durchaus mittelständischen Milleu meines Freundeskreises kenne ich viele, deren starke Schultern schon lange unter der Last ächzen, die der Sozialstaat ihnen aufbürdet. Für dengebrauchten Opel Zafira muss man schon bei den Eltern auf´s Erbe zurückgreifen. Aber wen interessiert das. Das Schattenboxen um die aktuelle Mehrheit in den Umfragen suggeriert ein Interesse an unserer Meinung, das in der Realität nicht vorhanden ist. Es geht um “Kampagnenfähigkeit” und um Gewinne und Verluste in einem Nullsummenspiel. Read the rest of this entry »

Fast sah es so aus, als wäre es in Hannover zu einem antisemitischen Zwischenfall gekommen, als Kinder und Jugendliche auf einem Fest im Stadtteil Sahlkamp eine Tanzgruppe unter “Juden raus” Gebrüll mit Steinen bewarfen. Doch zum Glück war die Sache ganz anders, wie uns Hajo Arnds, Veranstalter der Festivität und Leiter des Stadtteiltreffs erklärt: Read the rest of this entry »

George Soros reist auf eigene Kosten und empfängt die freundlichen Welt-Journalisten in seiner Suite im Berliner Adlon. Paul Krugman springt ihm im Handelsblatt bei. Das deutsche Sparpaket habe fatale Auswirkungen. Eine Deflation droht. Bis zu sozialen Unruhen ist es nicht mehr weit. Die Eurozone werde auseinanderbrechen und und und. Der US-Finanzminister Geithner stösst beim Besuch bei seinem Berliner Kollegen in´s gleiche Horn. Was für ein Zufall. Dabei bleiben die Szenarien schrill aber die Begründungen vage. Read the rest of this entry »

Na klar. Mit dem Liberalismus ist es wie mit der Marktwirtschaft. Von der hat Ludwig Erhard einst festgestellt, man könne sie sozial nennen. Sie sei ohnehin das sozialste Wirtschaftssystem. Schließlich verteilt sie knappe Ressourcen am effizientesten. Und damit bekommt jeder das denkbare Maximum an Wohlstand und Dienstleistung. Erhards Vision vom “Wohlstand für alle” war nicht die des “vorsorgenden Sozialstaats”. Sondern die Realität des “Wirtschaftswunders”, von dessen Substanz wir heute noch leben. Read the rest of this entry »

Noch ist es nicht zu spät für einen Kurswechsel, noch ist innerhalb dieser Legislaturperiode eine Kehrtwende für die FDP hin zu mehr Glaubwürdigkeit möglich. Wir bitten Sie daher: Verpassen Sie diese Gelegenheit nicht. Nutzen Sie die Chance, eine Strategie und einen klaren Kurs festzulegen, um endlich konsequent eine liberale Politik für unser Land umzusetzen.

Diese Sätze stammen aus einem lesenswerten offenen Brief an die FDP-Bundestagsfraktion, der momentan in der liberalen  Blogosphäre kursiert.

Von einem früheren Chef der deutschen Entwicklungsgesellschaft (die heute zur KfW gehört) ist überliefert, dass er auf einem Empfang in Afrika von den Staatsführern gefragt wurde, was er denn dort am meisten bewunderte. “Die prächtigen Standesgewänder” antwortete er, worauf die Umstehenden sich stolz in die Brust warfen. “Die haben so große Taschen”. Die um sich greifende Korruption und die mangelnde Abhängigkeit der Potentaten von der Leistungsfähigkeit ihres eigenen Volkes hat der Entwicklungshilfeminister (noch) nicht artikuliert. Stattdessen ergeht er sich in Organisationsreformen und reist nach Israel (kriegen die jetzt auch noch Entwicklungshilfe?) und will Kläranlagen im palästinensischen Gebiet seinen Besuch abstatten. Ist das liberale Entwicklungspolitik, Herr Niebel? Read the rest of this entry »

Der Schauspieler Khaled Nabawy und der Fussballer Emad Moteab stehen in ihrem Heimatland Ägypten am Pranger, weil sie sich der “Normalisierung” mit Israel schuldig gemacht haben sollen. Nabawy hatte zusammen mit einer Israelin gedreht und Moteab kickt demnächst mit einem Zionisten bei einem belgischen Verein. Ersterem droht jetzt der Rausschmiss aus der Schauspielergewerkschaft, Letzterer wird verklagt.

Wer mehr über Recht und Ordnung in Ägypten erfahren will, der sollte hier weiter lesen (Vorsicht, drastisches Bildmaterial). Wem das noch nicht reicht, dem sei Hamed Abdel-Samads Buch “Abschied vom Himmel” anempfohlen.

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