Der „Fall Griechenland“ offenbart ein eklatantes Beispiel für die Verbiegung der Tatsachen – eben eine Mär – und eine im Gegensatz dazu ursachengerechte Erklärung der Vorgänge.

Schon lange war den Daten wie vielfachen anderen Informationen zu entnehmen, dass sich Griechenland mit einer durch und durch verfehlten Wirtschaftspolitik und einem abgrundtiefen Ausmaß an Korruption auf einem immer abschüssigeren Weg in den Bankrott befand.

Das schreibe nicht ich sondern Otmar Issing, ehemaliger Chefvolkswirt der Europäischen Zentralbank in der FAZ. Und Jörg Eigendorf bringt die Sache in der Welt auf den Punkt:

Eine solche Ursachenanalyse gefällt Politikern und Zentralbankern nicht, weil damit die Hauptverantwortung für die Krankheiten der europäischen und amerikanischen Wirtschaft bei ihnen liegt. Es ist leichter, kübelweise Dreck auf Banker und Spekulanten auszuschütten, die sicher Fehler gemacht haben und zum Teil erratisch handeln. Es bringt aber wenig, an diesen Symptomen herumzudoktern, wenn nicht die Politik begreift, dass die Ursache des Krebsgeschwürs das eigene verantwortungslose Handeln ist.

FdoG-Leser konnten diese Erkenntnis allerdings schon weit früher lesen. So haben wir die Lage hier schon während der Krise 2008 beschrieben. Leider nicht mehr zugänglich, weil WordPress.com das gehackte Blog nicht freischaltet, obwohl es dazu aufgefordert wurde.  (Die entsprechende Mail lag mir nicht vor).
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