Als ich vor einigen Jahren mit meiner Tochter beim Tag der offenen Tür bei der Berliner Polizei in Ruhleben zu Gast war, gaben sich unzählige Polizisten Mühe, ein interessantes Programm zu gestalten. Die Tochter freute sich, dass zwei Beamte sie auf ein Pferd hoben, mit dem sie dann ein paar Runden reiten durfte. Als einer der Polizisten mir das Kind in die Hand drückten, habe ich mich bedankt. Es war schon vier oder fünf Uhr nachmittags und sie waren bestimmt schon den ganzen Tag “im Dienst”. ” “Sie sind der erste, der sich heute bei uns bedankt”, sagte sie.

Am Wochenende war ich bei der Konfirmation meines Neffen in Bayern. Zu Gast war auch die Familie eines Schulfreundes. Der Vater war als Soldat fünf Monate in Afghanistan, meine Schwester hatte mir davon berichtet. Leider konnte ich ihn erst darauf ansprechen, als er ging. Und zeigte ihm meinen Respekt. Er war froh und schien verlegen. Es gäbe gewiß noch einmal Gelegenheit, darüber zu  sprechen.

Malte Lehming weist darauf zu Recht hin, dass uns nicht nur am 1. Mai ein wenig mehr Dankbarkeit ganz gut zu Gesicht stünde. Uns und nicht denen, die den ganzen Kopf für uns hinhalten.

About these ads