SPON – Mit ihrem Marsch im arabischen Teil Ostjerusalems wollten rechtsextreme Israelis ihre Souveränität über ganz Jerusalem demonstrieren – der Protest löste heftige Krawalle aus: Wütende Palästinenser attackierten die israelische Polizei, die den Zug im Viertel Silwan begleitete, mit Steinen und Brandflaschen, wie Augenzeugen und der israelische Rundfunk berichteten. Die Beamten hätten Wasserwerfer eingesetzt.

Üble Sache. Die Polizei stand also auf der Seite der Rechtsextremen. Kein Wunder, dass die Palästinenser so wütend geworden sind.

Die etwa 20 Minuten lange Demonstration, die der rechtsextreme Aktivist Baruch Marsel leitete, fand unter einem massiven Polizeiaufgebot statt. Eine Gegendemonstration israelischer Friedensaktivisten wurde anschließend von der Polizei gestoppt. Die israelischen Friedensaktivisten schwenkten demonstrativ eine palästinensische Flagge. Auf Spruchbändern hieß es unter anderem “Kein Faschismus” und “Stoppt die Siedlungen in Ostjerusalem”.

Zwanzig Minuten…Das war aber eine kurze Demo. Trotzdem: Die Polizei ging sogar gegen die Friedensaktivisten vor. Ja das mit Faschismus stimmt anscheinend! Und das gerade bei den Juden, die haben wirklich nichts aus der Shoa gelernt. Der Netanjahu hat auch gar nicht versucht den Naziaufmarsch zu verbieten, der wollte ihn nur um ein paar Wochen verzögern. Und dann hat der oberste Gerichtshof den Nazis das erlaubt! Das ist doch keine Rechtsstaat mehr! Wieviele Judäofaschisten da wohl marschiert sind? Steht gar nicht im Artikel. Bestimmt ein paar Hundert!

Der Leiter des arabischen Informationszentrums in Silwan, Dschawad Sijam, warf der israelischen Regierung vor, die Ziele der Rechtsextremisten zu unterstützen: “Der Marsch vertritt nicht nur die Ziele der Siedler, sondern auch der israelischen Regierung.” Ziel sei es, “die arabische Bevölkerung in Silwan zu vertreiben, damit es bis zum Jahr 2020 eine jüdische Mehrheit in diesem Stadtteil gibt”, sagte der 41-Jährige.

Echt heftig, dass die Israelis alle so drauf sind, sogar die Regierung. Der Mann lebt immerhin da und weiß wovon er spricht. Er arbeitet in einem Informationszentrum, der hat also bestimmt nichts mit irgendwelchen radikalen Organisationen am Hut. Das heißt also, dass die Israelis ethnische Säuberungen planen und die Regierung schickt die Rechtsextremen unter Polizeischutz vor, um die Palästinenser einzuschüchtern. Wahnsinn. Wie bei den Nazis.

Realitycheck via Ynet und JPost:

Es handelte sich um 30 (!) Demonstranten, die 700 Meter weit marschieren durften. Ihr Aufmarsch war bereits mehrmals von den  Behörden verschoben worden.

Die Gewalt ging auschließlich von den Palästinensern aus, die Steine und Molotowcocktails warfen. Zwei Polizisten wurden verletzt. Die Krawalle begannen laut YNet und JPost bereits vor dem Marsch und nicht, wie von SPON behauptet, danach. Ein klarer Fall von palästinensischer agitatio praecox.

Die Gegendemonstration der “Friedensaktivisten” wurde nicht gestoppt sondern umgeleitet und erst aufgelöst, als diese einen Reifen anzündeten und auf die Polizisten warfen.

Die Polizei ließ vorher verlauten, dass sie keine Provokationen der Demonstranten in Richtung der arabischen Anwohner dulden werde. Die jüdischen Bewohner von Silwan hatten ein Verbot des Aufmarsches gefordert. Die israelische Regierung verurteilte die Demonstration als “Provokation” und “Schande”, einschließlich der Partei des ultranationalistischenrechtextremen Außenministers Avigdor “Araberfresser” Lieberman. Auch die rechte Oppositionspartei Kadima kritisierte den Aufmarsch scharf.

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