der Offizier der Golani-Brigade, der letzten Freitag bei einem Antiterroreinsatz in Gaza getötet wurde, war ein “Rechter”, ein “Ultranationalist”, ein religiöser Siedler, kurzum, nach den gängigen Maßstäben der “Israelkritiker” das Schlimmste vom Schlimmen.
Über einen seiner Einsätze in der Westbank sagte er:
“This isn’t a simple situation,” he said later, “the soldiers need to protect the Jewish settlers and the Palestinian citizens at the same time. Keep calm and collected, and, above all, keep from getting used to things, since the whole place can light up in an instant.”
Seinen vier Kindern verbot er Kriegsspiele.
Seine Mutter Miriam musste 1998 bereits den Tod ihres ältesten Sohnes Uriel bei einem Kampfeinsatz im Libanon ertragen. Der Presse sagte Frau Peretz:
“There’s no mother, here or on the other side, who wants to lose her children.”
An dem Tag, an dem die Palästinenser solche Ultranationalisten hervorbringen, wird Frieden im Nahen Osten möglich sein.






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30. March 2010 at 16:55
Donauwelle
Das ist ja eine verworrene Mehrgenerationengeschichte. Unklar bleibt die Reihenfolge: Nachdem sich der Sohn von seinem Vater die Erlaubnis zum Militärdienst eingeholt hat, stirbt zuerst letzterer an gebrochenem Herzen, bevor ersterer den Enkeln das Kriegsspielen verbietet? Oder umgekehrt, erst hält er als Vater seine Kindern von genau dem fern was er als Sohn seinem Vater abgetrotzt hat, und dann stirbt dieser an gebrochenem Herzen? Sorum oder sorum merkwürdig.
30. March 2010 at 18:38
lalibertine
@Donauwelle: Ich finde es sehr nachvollziehbar, dass man Kriegsdienst als Notwendigkeit zum Schutz der Freiheit und der Sicherheit des eigenen Landes begreift, und damit als wichtigen Beruf, aber nicht als etwas, das man sich für seine Kinder wünscht. Dass jemand, der selbst Krieg erlebt und einen Bruder verloren hat, seine Kinder nicht mir Plastiknarren hantieren sehen will, ist doch auch mehr als verständlich.
31. March 2010 at 09:48
Donauwelle
@lalibertine – Das ist es ja, als Momentaufnahme ist es durchaus menschlich nachvollziehbar (hierbei spielt auch eine Rolle dass das genannte Land nie von seinem eigenen Militär mißbraucht wurde), aber in der zeitlichen und genealogischen Abstraktion werden die Widersprüche offensichtlich. Stell Dir vor Dein Großvater ist an gebrochenem Herzen gestorben weil Dein Vater Soldat geworden ist obwohl er ihn genau davor bewahren wollte, und jetzt wirst Du erwachsen und fängst an zu verstehen dass der Krieg noch weitergeht… entweder Du machst dann das was Dein Vater gemacht hat, oder das was Dein Großvater gemacht hat, oder etwas was erst mal keiner in Deiner Familie kapieren wird. Für die Enkel in jedem Fall eine schwere Entscheidung, deren volle Tragik erst dann sichtbar wird wenn man sich vergegenwärtigt dass sie leichter wird wenn der Vater im Krieg fällt. Hat er am Ende gar darauf geplant dass er seine Kinder nie als Erwachsene erleben wird welche dann befürchten müssen ihm mit ihren Entscheidungen buchstäblich das Herz zu brechen? Aber wenn er seine Familie so eingerichtet hat dass sie eindeutig besser dran ist wenn er nicht zurückkommt, ist nicht genau das auch eine charakteristische Eigenschaft der Selbstmordattentäter, welche dazu herangezogen wird zu begründen dass gegen ihre Familien vorgegangen wird? Und wenn gesagt wird dass Frieden im Nahen Osten möglich ist sobald auch die Palästinenser diese Haltung hervorbringen, diese das aber längst tun, folgt daraus dann dass der Frieden schon jetzt möglich ist?
31. March 2010 at 19:37
lalibertine
@Donauwelle: Ich glaube nicht, dass viele Palästinenser ihren Kindern beibringen, dass Krieg schrecklich ist und nur ultima ratio sein kann.
Dass Menschen die ihren eigenen Kindern so etwas antun kein Mitgefühl mehr für israelische Eltern aufbringen können liegt nahe.
3. April 2010 at 23:01
Donauwelle
Und wenn doch, dann nach dem Motto mach was ich sage nicht was ich tue. Was leider nicht hilft aus dem Krieg herauszuwachsen.