In Flensburg gibt es die Pille gratis, natürlich nicht für alle, sondern für Hartz-IV-Empfänger und Bafög-Bezieher. Die Kosten trägt die Stadt, obwohl es den Kommunen ja furchtbar schlecht geht. Flensburg kann es sich offenbar leisten, seinen Bürgern eine so grandiose Versorgung zu bieten, die Stadtoberen müssen dafür ja nicht in die eigene Tasche greifen. 22.000 Euro kostet der “Modellversuch” und bisher konnte 110 Personen “geholfen werden”. Interessant ist in diesem Fall eine kurze Google-Suche nach “6 monatspackung pille” (oder in einer anderen Kombination) und schon stößt der Surfer auf diverse Foren, in denen große Pillenpackungen billig abzugeben sind.
Flensburg ruft jetzt übrigens nach einer “Bundesregelung”, damit sich das ganze Land am Rundumsorglospaket für 110 Flensburger beteiligen kann. Schön auch, dass auf diesem Weg den zugehörigen Männern auch noch diese Minimalverantwortung für die eigene Fortpflanzung abgenommen und ihren Frauen auferlegt wird.






3 comments
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25. February 2010 at 10:54
Donauwelle
Treffendes Beispiel wie eine Umstellung von Geld- auf Sachleistungen dazu beitragen kann die Ausgaben zu reduzieren. So eine Pille ist eben deutlich billiger als ein Hartz-IV-Kind. Zumindest innerhalb staatlicher Planungshorizonte.
25. February 2010 at 12:53
christianhannover
aber warum als geschenk? sollen die kosten doch vom regelsatz abgezogen werden.
25. February 2010 at 14:15
Donauwelle
Dann nehmen womöglich welche doch lieber das Kind.